Freitag, der 20. Mai wird unter dem Motto „Empowerment“ stattfinden. Hier wollen wir aufzeigen, wie diskriminierte Gruppen das Wort ergriffen haben und selbstbestimmt eigene Interessen vertreten.

Folgende Veranstaltungen finden statt:


09.00 – 17.00 Uhr / Seminarraum 301 (Nikolakloster, Uni Passau)

glokal e.V. – machtkritische Bildungsarbeit und Beratung

Empowerment Workshop 


16.00 Uhr / Hörsaal 3 (Philosophicum, Uni Passau)

Vanessa Eileen Thompson / Uni Frankfurt

What was/is the Post-Colonial? Postkoloniale Theorien zwischen Aufhebung und Ambivalenz

Postkoloniale Theorien nehmen das Fortwirken kolonialer Diskurse und Praktiken kritisch in den Blick und analysieren die bis in die Gegenwart wirksamen kolonialen Kontinuitäten in gesellschaftlichen Strukturen, Wissensfeldern und Alltagspraxen. So rekonstruieren sie koloniale Wirkweisen und untersuchen gleichzeitig ihre Brüche und Widersprüchlichkeiten sowie Widerstandsformationen dagegen.

Der Beitrag unternimmt auf Grundlage der Diskussion des Werks und Wirkens des anti-kolonialen Theoretikers Frantz Fanon eine Einführung in die Vielstimmigkeit und Kontroversen innerhalb postkolonialer Theorien. Ausgehend von seinem Werk sowie dessen vielfältiger Rezeption wird ein Überblick über die Hauptstränge postkolonialer Theoriebildung sowie ihrer Kritik vermittelt.

 

Vanessa Eileen Thompson ist Mitarbeiterin am Lehrstuhl Kultur und Migration am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kritische Rassismustheorien, post-kolonial feministische Theorien, dekoloniale Theorien und Methodologien und Black Diaspora Studies.


16.00 Uhr / Hörsaal 6 (WiWi, Uni Passau) / Vortrag
Rex Osa / Stuttgart
„Fluchtursachen bekämpfen: Aktiv und nicht nur als leere Phrase“
“Uns passt die Richtung der Hilfe nicht, die immer mehr in Mode kommt. Die Fluchtursachen werden nicht thematisiert. Die Leute leisten humanitäre Hilfe, oft ohne darüber nachzudenken, dass sie auch Ursache des Problems sind.“

Was hat unser tägliches Handeln damit zu tun, dass Menschen aus ihrer Heimat fliehen müssen? Nach einem kurzen Input zu diesem Thema von Rex Osa, der selbst aus Nigeria fliehen musste und seitdem als politischer Aktivist in Deutschland für die Rechte von geflüchteten Menschen eintritt, soll diese Frage mit den Teilnehmer*innen dieser Veranstaltung diskutiert werden.


18.00 Uhr / Hörsaal 3 (Philosophicum, Uni Passau)

Bino Byansi Byakuleka / Refugee Struggle, Berlin

Refugee Struggle for Freedom in Germany / Widerstand Geflüchteter in Deutschland

Bino Byansi Byakuleka, ein ehemaliger Geflüchteter aus Passau, berichtet von dem Widerstand geflüchteter Menschen in Deutschland. Während seiner Zeit in Passau lebte Bino in einer Flüchtlingsunterkunft und kämpfte hier für humanere Lebensumstände in den Lagern. Seitdem gilt er als Mitbegründer der Widerstandsbewegung von Geflüchteten und kehrt nun nach Passau zurück, um seine Erfahrungen zu teilen und Fragen zu beantworten.

Weitere Infos auf der Website Refugee Struggle.